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Mutterkuhhaltung und der Wolf

Informationsveranstaltung des Landwirtschaftsamtes
 
Unter dem Thema „Mutterkuhhaltung und der Wolf“ informierten sich Ende Februar interessierte Mutterkuhhalter in Kupferzell-Eschental. Als Referenten waren unter anderem Karl-Heinz Lieber, Abteilungsleiter Naturschutz im Umweltministerium, und Siegbert Lamparter von der Firma Patura zu Gast.
Neben der Frage, wie der Wolf tickt, wurde auch ausführlich über sichere Weidezäune informiert. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Landratsamt Hohenlohekreis, Landwirtschaftsamt, und dem Verein Hohenloher Weiderind.
 
Karl-Heinz Lieber machte in seinem Vortrag deutlich, wie wichtig die Mutterkuhhaltung für den Naturschutz ist. Nur mit Weidetierhaltung ließen sich viele Ziele des Naturschutzes erreichen. Die finanziellen Mittel hierfür wurden in den letzten Jahren deutlich aufgestockt und sollen mit der neuen GAP-Reform weiter steigen.
Die gute Zusammenarbeit von Umweltschutz und Landwirtschaft solle auch im Hinblick auf den Wolf weitergeführt werden. Im Moment lebt in Baden-Württemberg ein männlicher Wolf im Nord-Schwarzwald. Hier wurde die Förderkulisse Wolfsprävention eingerichtet. Maßnahmen zur Wolfsabwehr auf Weiden werden finanziell gefördert. Im restlichen Baden-Württemberg stehe ein Ausgleichsfonds für Wolfsschäden zur Verfügung. Lieber versprach unbürokratische und schnelle Hilfe im Schadensfall.
„Baden-Württemberg möchte aus den gemachten Fehlern von anderen Bundesländern lernen und ist gut auf den Ernstfall vorbereitet“, so Lieber. Mit großem Aufwand betreibt das Land Wolfsmonitoring. Er bat alle Mutterkuhhalter, bei Sichtungen oder Schäden Kontakt mit dem hiesigen Wildtierbeauftragten beim Forstamt Hohenlohekreis aufzunehmen.
Im Anschluss stellte Siegbert Lamparter vor, wie ein sicherer Weidezaun aussieht. Neben dem passenden Weidezaungerät für die vorhandenen Weidegegebenheiten seien die wichtigsten Punkte die Erdung der Anlage und die Leitfähigkeit der Litzen.
Als Fazit nahmen die Teilnehmer mit nach Hause, das man zukünftig wohl mit dem Wolf als geschützte Tierart leben müsse. Von Seiten der Landesregierung werden jedoch viele Anstrengungen unternommen, damit Tierhalter nicht alleine gelassen werden.
Bis jetzt gab es nur wenige Wolfsvorfälle in Baden-Württemberg – und die Chancen für einen Vorfall in Hohenlohe sind weiterhin als äußerst gering einzustufen. Hohenlohe ist eine Gäulandschaft mit wenig Waldanteil. „Ich glaube nicht, dass hier Wölfe heimisch werden“, so Dr. Wolfgang Eißen, Leiter des hiesigen Landwirtschaftsamtes des Landratsamtes Hohenlohekreis.

Karl-Heinz Lieber, Abteilungsleiter Naturschutz im Umweltministerium, in der Diskussion mit Hohenloher Mutterkuhhaltern.
Karl-Heinz Lieber, Abteilungsleiter Naturschutz im Umweltministerium, in der Diskussion mit Hohenloher Mutterkuhhaltern.

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