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Kinder auf "Visite" im Krankenhaus

Kinder auf „Visite“ im Krankenhaus
Ein Blick hinter die Kulissen soll die Angst vor einem Krankenhausaufenthalt nehmen
 
„Das sieht ja aus wie Fleisch.“ Emmanuel ist perplex. So hat er sich eine Blutkonserve nicht vorgestellt. Neugierig und interessiert mustert der sechsjährige Junge den Kühlschrank, in dem dutzende Beutel mit dem lebensrettenden Saft lagern. Um ihn herum drängen sich im Krankenhauslabor 14 Kameraden aus der Pfedelbacher Kindertagesstätte „Kinder-Nest- Nord-West“. Die Vorschulkinder sind mit drei Erzieherinnen zu Gast im Öhringer Krankenhaus. Helmut Munz, Betriebsleiter des Öhringer Klinikums, hat die Gruppe zur außergewöhnlichen Besichtigung eingeladen. Er organisiert seit mehr als zehn Jahren solche Führungen für Kindergartenkinder.
Auf dem einstündigen Rundgang sollen den Kindern erste „Erfahrungen im Krankenhausalltag“ vermittelt und ihnen vor allem die Angst vor einem Krankenhausaufenthalt genommen werden. Ursula Pfisterer, Gruppenleiterin in der Kindertagesstätte, freut sich über die Einladung zur Besichtigung. „Das Interesse am krank sein ist bei den Kindern riesengroß“, erzählt sie, während die Gruppe in der Zentralambulanz einen Behandlungsraum besichtigt. „Wisst ihr, womit man jemanden abhorcht“, fragt Helmut Munz in die Runde. „Mit dem Stetoskop“, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen.
Nächste Station auf dem Rundgang durchs Klinikum ist der Ankunftsraum für die Rettungsfahrzeuge, dann geht es hoch ins Labor. Röhrchen mit Blutplasma, die Zentrifuge, in der Blut geschleudert wird und der Kühlschrank mit den Blutkonserven fesseln die Aufmerksamkeit der Kinder. Mit der Besichtigung des Zentrallagers und der Wäscherei dürfen die Kinder dann einen Blick hinter die Krankenhauskulissen werfen. Das Lager, in dem viele Dinge wie in einem großen Warenhaus in den Regalen liegen, macht Eindruck. Große Augen macht der Nachwuchs auch beim Anblick der riesigen Wäschemengen, die ordentlich in Säcken verpackt auf dem Förderband zur Waschmaschine transportiert werden. Hier fallen täglich 3.000 Kilogramm Wäsche von Patienten und Mitarbeitern an. „In den Hohenloher Krankenhäusern und Altenheimen haben wir insgesamt 1.000 Beschäftigte, 400 alleine im Öhringer Krankenhaus“, listet Betriebsleiter Munz auf.
Die Besichtigungstour endet in der „Physikalischen Therapie“. Ein Schlingentisch mit vielen Aufhängevorrichtungen erweckt reges Interesse und auch die Geräte im Fitness-Studio stoßen auf Begeisterung.

Tapfer lässt sich ein Vorschulkind unter den neugierigen Blicken der anderen Kinder einen echten Gips anlegen.
Tapfer lässt sich ein Vorschulkind unter den neugierigen Blicken der anderen Kinder einen echten Gips anlegen.

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