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Milchhäusle

Vor dem Fernsehzeitalter, etwa bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, als fast alle Bauern noch Kühe hatten und Milch ablieferten, war das Milchhäusle in jedem Ort Kommunikationsmittelpunkt für Alt und Jung.

Hier gab’s immer Neues zu erfahren; hier konnte man erzählen und Leute hörten zu, hier wurde eben geschwätzt. Schon 5 Liter Milch, bei größeren Bauern bis 20 l, wurden hingetragen, abends dann gekühlt, morgens fuhren 5 – 6 Bauern abwechselnd reihum und holten die Milch vor Ort ab; sie wurde dann ins Tal in die dortige Sammelstelle gefahren (Milchhäusle am Bahnübergang, heute ein Wohnhaus), dann zur Bezirksmolkerei nach Ingelfingen.  Etwa 40 Milchablieferer gab es in den 1950er Jahren. Kühe gaben wenig Milch, da sie oft auch als Arbeitstiere im Einsatz waren. Es gab nicht nur die Zugochsen, sondern bei kleineren Bauern auch Kühe, die Fuhrwerke ziehen mussten. Heute wird die Milch bei den wenigen Bauern mit Milchvieh vom Milchauto direkt am Hof abgeholt. Eine liebenswerte alte Tradition, die auch den Gemeinschaftsgeist der Orte förderte, ist mit der Aufgabe der Milchsammelstellen niedergegangen.

Landwirtschaftliche Daten: Hofgrößen mit 3 bis 15 ha ziemlich klein, Handwerker mit Landwirtschaft hatten noch weniger. Anstalt mit etwa 35 ha, wenig zugepachtet. Arbeitskräfte: Verwalter mit 3-4 feste Arbeitern, dazu geistig Behinderte aus der Anstalt, die helfen mussten.

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